Baby wecken zum Stillen – Wie macht man es richtig?


Soll man sein Baby wecken zum Stillen? Oder soll man sein Baby einfach durchschlafen lassen, bis es von allein wach wird? Diese Fragen quälen vor allem junge Eltern bei ihrem ersten Kind. Die Antworten darauf sind leider nicht so pauschal, wie man sich vielleicht wünscht. Doch generell ist es einfach.

Baby wecken zum Stillen

Baby wecken zum StillenEinige Hebammen schwören auf das Wecken zum Stillen und schwören meist auch die frischen Eltern darauf ein. Die Absichten dahinter sind natürlich gut und manchmal auch richtig. Ein fester Rhythmus hilft vor allem dem Baby, sich auf dieser Welt zu orientieren. Gerade wenn es darum geht, dass ein Baby schlafen lernen soll.Außerdem ist die Ernährung für das Wachstum ebenso wichtig.

Man kann generell sagen, dass es Babys gibt, denen diese strikte und konsequente Art der Einhaltung eines zeitlichen Rhythmus sehr gut tut. Sie finden sich so prima zurecht und lernen vermutlich auch sehr gut, dass das Leben in gewissen Bahnen verläuft. Das Baby Wecken zum Stillen kann also durchaus enorme Vorteile für Ihr Kind bedeuten.  Abgesehen vom Schlafrhythmus hat das Wachmachen des Babys zum Füttern (mit Flasche) auch den Vorteil, dass sie stets die perfekte Menge in der perfekten Temperatur parat haben können. Dennoch ist dies nicht die einzige Möglichkeit beziehungsweise Herangehensweise.

 

Baby wecken zum Stillen – die Alternative

Die andere Herangehensweise ist in dem Fall eindeutig. Das Baby nicht wecken zum Stillen. Auch diese Möglichkeit hat ihre Vorteile. Ihr Baby wird vermutlich stets sehr entspannt sein. Eine Sache kann diese Option auf jeden Fall garantieren: Ihr Baby hat genügend Schlaf und leidet wahrscheinlich nicht unter Schlafproblemen oder Schlafstörungen. (Hier finden Sie 31 Einschlaftipps) Dieser Vorteil wiegt auch tatsächlich enorm. Der Schlaf des Babys ist für seine Entwicklung insgesamt essentiell. Aus diesem Grund ist es auch verständlich, dass viele junge Eltern bei diesem Thema unsicher sind.

 

Baby wecken zum Stillen – meine persönliche Empfehlung

Hören Sie auf Ihr Baby (Bauchgefühl). Es wird Ihnen schon mitteilen, was es braucht. Wenn Sie merken, dass Sie mit dem Stillen im Zusammenhang mit Schlaf nicht so recht umgehen können, probieren Sie einfach die Alternative. Wenn Sie merken, dass Ihr Baby nach dem alleinigen Aufwachen mehr oder weniger plötzlich extremen Hunger hat und die Zeit zum Windel wechseln kaum ausreicht, probieren Sie Möglichkeit Nummer Eins. Wichtig ist, dass Sie sich so schnell wie möglich auf eine Variante festlegen und Ihrem Baby damit einen gewohnten Rhythmus geben. Denn das haben letztlich beide Varianten.

Mein persönlicher Favorit ist übrigens die Alternative. Das ist eben einfach eine Erfahrungssache. Aus eigener Erfahrung. Omas sagen übrigens heute noch: „Über Nacht ist noch niemand verhungert.“ Damit haben sie auch nicht unrecht. Wenn Ihr Baby zur geplanten Stillzeit noch fest schläft, dann lassen Sie es schlafen. Wenn es Hunger hat, wird es sich schon bemerkbar machen. Das ist ein ganz natürlicher Vorgang.

 

Baby wecken zum Stillen – die Mix-Variante für besonders Unsichere

Es gibt noch die Möglichkeit, die beiden Alternativen zu verschmelzen und sozusagen einen Mix daraus zu gestalten. Wenn Ihr Baby zur geplanten Stillzeit noch fest schläft, dann reißen Sie es nicht aus dem Schlaf. Das heißt, Sie entfernen vorsichtig die Decke beziehungsweise öffnen Sie den Schlafsack. Dann nehmen Sie das Mützchen ab und entkleiden es nach und nach . Wirklich ganz langsam und sachte. Dadurch wird Ihr Baby langsam wach und kann sich auch entsprechend auf das Wachsein einstellen. Nachteil dabei: Es kann passieren, dass Ihr Baby dann noch nicht sofort Hunger hat. Mir ist das auch einmal passiert. Damit hatte ich meinem Kind den Schlaf geraubt und eine Flasche Milch umsonst vorbereitet. Daher noch einmal mein Tipp: Hören Sie auf Ihr Baby. Übrigens, in meinem kostenlosen Ratgeber („Baby´s gesunder Schlaf„) nenne ich Ihnen weitere Fehler und erkläre, wie Sie diese Fehler vermeiden können.

 

Hungerzeichen ihres Babys erkennen & Schläfrigkeit

Ihr Baby kann aus verschiedenen Gründen besonders müde sein und wacht daher weniger auf. Oder Ihr Baby schläft nach wenigen Zügen beim Stillen direkt wieder ein. Es ist also besonders müde und verpasst daher sozusagen seine Fütterung. In solch einem speziellen Fall gibt es eine Art Faustregel:

Schläft Ihr neu geborenes Baby mehr als drei Stunden am Stück und trinkt es weniger als acht mal am Tag oder produziert weniger als vier volle Stuhlgang-Windeln, dann sollten SIe Ihr Baby zum Stillen wecken.

Das ziel bei dieser Faustregel sind mindestens zehn Stillmahlzeiten am Tag zu „schaffen“ und auf diese Weise die Ernährung Ihres Babys sicherzustellen. Letztlich ist es in speziellen Fällen immer ratsam, die Strategien mit dem Arzt zu besprechen.

Mögliche Ursachen für die Schläfrigkeit Ihres Babys

  • diverse Medikationen vor oder nach der Geburt (z.B. Analgetika)
  • Komplikationen während der Geburt
  • Unreifes Neugeborenes
  • Erkrankungen des Neugeborenen
  • Viel Schreien
  • Gelbsucht (Ikterus)
  • Reizüberflutung
  • Hungeranzeichen werden übersehen und das Baby wird nicht genug angelegt

Es bietet sich auf jeden Fall immer an, dass Mutter und Baby häufigen und engen Haut-zu-Haut-Kontakt haben. Ihr Baby fühlt sich dadurch geborgen und verbraucht auch deutlich weniger Kalorien. Durch den ständigen Kontakt können Sie als Mutter auch viel mehr lernen und die Signale Ihres Babys viel besser deuten. Wenn es wegen Hunger schreit, ist das schon ein recht spätes Signal.

 

Baby wecken zum Stillen – Fazit

Seien Sie aufmerksam und achten Sie auf Ihr Baby. Gegebenenfalls probieren Sie die Möglichkeiten und legen sich dann auf eine Variante fest. Warten Sie damit nicht zu lange. Rhythmen sind wichtig, damit ihr Baby schlafen lernen kann. Wenn Sie Ihr Baby zum Stillen aufwecken, können Sie es auch neben dem Stillen mit ein paar Baby Schlafliedern probieren. Sie sollten nur nicht selbst einschlafen.

 

Tipp für schwangere Frauen: Kennen Sie schon unseren Schwangerschaftsrechner?

 

 

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